11.22
In Allgemeines | Tags: arbeitsstation, matrix, programmieren, rechner, überwachung
Unverhofft kommt oft, so auch die Gelegenheit Ende Juni, meinen Rechner komplett zu ersetzen. Dieses Glück wurde mir zuteil, weil die Hauptplatine meines alten Rechners, der derweil meiner Mutter gedient hatte, den Geist aufgegeben hat. Für Sockel A Prozessoren wie den darauf eingesetzten Athlon XP 1600+ zahlt sich ein neues Brett aber nicht mehr aus und mein Rechner kam langsam doch in sein viertes Jahr (Anfang September wäre es soweit gewesen)…
Mein erster Rechner, dessen Komponenten ich selbst ausgewählt, bezahlt und zusammengebaut habe und ebenjener, der jetzt den Geist aufgab, hatte insgesamt fast vier Jahre an meiner Seite verbracht, vom Dezember 2001 bis zum September 2005. Insgesamt hat es das Ding also auf stolze sechseinhalb Jahre im aktiven Dienst gebracht, wobei er allerlei mitmachen musste. So verlies ihn zu allererst seine 55,88 GiB Festplatte zusammen mit der SUSE-Installation und wurde gegen eine mit 37,25 GiB (ohne Linux…) getauscht. Ein Weilchen danach machte der Kühler der Nordbrücke und damit die ASUS-DDR-RAM-Hauptplatine schlapp; ein MSI-DDR/SD-RAM-Zwitter getauscht, den mir netterweise mein Onkel schenkte, musste diese undankbare Position übernehmen. Zahlreiche Basteleien, die er zwischendurch über sich ergehen lassen musste, wie z.B. grausam pfeifende Lüfter, die einem kaputten namenlosen Netzteil entnommen wurden, werde ich einfach überspringen.
Im August 2005 ergänzte ich meinen Computerbestand dann durch ein Amilo 3438G und beschaffte im Zuge dessen auch gleich für vergleichsweise günstige ~1000 € neue Hauptkomponenten. Ausgetauscht wurden Motherboard, Prozessor, teilweise RAM (ein zusätzlicher 512 MiB-Riegel wurde angekauft), Grafikkarte und Festplatte. Das Motherboard war wiederum ein MSI, allerdings kein Zwitter, für Sockel 754, der damals recht günstig war. Das Hauptrechenwerk wurde von einem Athlon 64 3000+ mit Newcastle-Kern ersetzt, Der Takt belief sich normalerweise auf 2,0 GHz, wurde von mir über das MSI-eigene Werkzeug auf 2,1 GHz raufgeschraubt. Ein fundermentaler Nachteil war, dass Cool’n'Quiet nie richtig funktioniert hat, mit keiner BIOS-Version und ich das erst nach einer Menge frustrierender “Erfrierungen” meines Rechners herausfand. Dennoch war der Rechner nach dem Austausch der Geforce 4400 MX (die sogar noch schlechter als meine alte Geforce 2 Titanium war, dafür aber nur zwanzig € oder so kostete) gegen eine Geforce 6600 GT, zu der ich mich nach der ewigen Verzögerung der Lieferung der bestellten Radeon 9800 Pro umentshcied, recht leistungsfähig und schaffte es bei 3-5 Bildern pro Sekunde sogar, Gothic 3 darzustellen.
Im Herbst 2007 jedenfalls legte ich mir ein Lenovo T61 mit 14,1″ zu, da sich das 17″ Amilo, das zudem einen Wackelkontakt im Bildschirm aufwies, als absolut unbrauchbar im mobilen Einsatz erwiesen hat. Das T61 ist ziemlich gut verarbeitet, schick (bzw. absolut hässlich, je nach Ansichtssache. Ich bin in dieser Hinsicht aber nunmal ein Freund der Untertreibung [engl.: "Understatement"]) und vor allem robust. Da es mit 2×2 GHz, 2 GiB RAM, 149 GiB RAM und einer Geforce Quadro NVS 140M auch längerfristig genug Leistungsreserven aufweist, wird es sicher lange in meinem Dienst verbleiben. Da sich der Betrieb von zwei tragbaren und einem feststehenden Rechner als schlicht ineffizient erwissen hat, habe ich das Amilo im Frühjahr 2008 einem Freund geliehen, der ein Auslandssemster in Spanien verbracht hat und offensichtlich ganz gut damit arbeiten konnte. Unglücklicherweise wurde ihm das Gerät kurz nach seiner Rückkehr nach Österreich aus dem Auto gestohlen – mir tut es für ihn Leid, aber ich bin fast froh, das Ding nicht mehr zu sehen – Daten waren von mir sowieso keine mehr drauf. :D
Zum Ende des WS 07/08 zur bestandenen BuBi-Prüfung gönnte ich mir dann übrigens meinen langersehnten Eizo, mit dem Plan, baldestmöglich einen Zweiten anzuschaffen. Bis zum Sommer tat sich dann soweit nichts; dafür begann mit dem Ende des Semesters die Hektik. Ich stellte binnen zwei Wochen und mit der Hilfe von Samuel Creshal meine neue Arbeitsstation zusammen, ein wahres Prachtstück in meinen Augen. Diese wunderbare Arbeitsstation ist der erste Rechner, der es schafft, trotz der Unmenge an Programmen, die ich parallel betreibe, schnell zu sein. Sofern man vom Bootvorgang einmal absieht…
Die volle Arbeitsleistung erreicht die Maschine aber noch nicht, weshalb ich momentan drei Ausbaustufen vorsehe, wobei die letzten zwei nicht nach Priorität geordnet sind:
- Umstellung des Einbildschirmbetriebes auf Mehrbildschirmbetrieb mit vorerst drei Bildschirmen
- Einsatz zweier Lenovo TN-Film-Bildschirme, 19″, 1280×1024
- Ersatz der zwei Lenovo-Bildschirme durch zwei Eizo PVA-Paneel-Bildschirme, 17″, 1280×1024.
- Aufbau eines RAID6 mit acht 1,5 TB S-ATA-Festplatten und eines RAID5 mit vier 500 GB S-ATA-Festplatten oder eines RAID6 mit zwölf 1,5 TB S-ATA-Festplatten.
- Ersetzen der aktuellen HD4850 durch eine HD4800 X2 mit möglichst vier DVI-Ausgängen. Diesbezüglich muss möglicherweise das Netzteil ausgetauscht werden.
1.1. Konnte ich heute beginnen, es fehlt mir jedoch noch ein Kabel, dass mir den DVI-Dual-Link-Ausgang auf zwei VGA-Kanäle auftrennt. Erste Tests mit nur einem Bildschirm verheisen aber Gutes, ich freue mich schon auf festen Gebrauch beim Programmieren.
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