03.06
In Asgaard | Tags: aes-256, blastwave, csw, debian, dladm, encrypted, fiete, hdaps, hdapsd, ibm, keepass, keepassx, lenny, lenovo, linux, lvm, nsswitch.conf, opensolaris, pkgadd, pkgutil, solaris, squeeze, t61, twofisch, Ubuntu, verschlüsselt, wpa_supplicant
Sehr lange hat mein Ausflug nach OpenSolaris nicht gerade gedauert. Das lag nicht direkt an OpenSolaris selbst, welches sich zwar mit seinem Energieverbrauch, gemessenen vier Minuten und 25 Sekunden Startzeit und fehlendem Bereitschaftsmodus zumindest für mein Notebook, einem Lenovo IBM T61, auch nicht grade besonders positiv hervorgetan hat, aber mit seinen Besonderheiten bestochen hat:
- ZFS
- Stabilität
- Nerdfaktor
Nein, es war schlicht und einfach der Cisco-VPN-Client, der das alles zu Fall gebracht hat. Wie? Es gibt keinen für OpenSolaris x86, jedenfalls bin ich eindeutig zu dämlich dafür, ihn zu installieren. Und da in diesem Semester sehr viel Zeit auf der Uni zu verbringen sein wird, möchte ich darauf beim besten Willen nicht verzichten. Was ich jedoch bestimmt vermissen werde ist die tadellose und äußerst komfortable Verwaltung drahtloser Netzwerke.
dladm create-secobj -c wpa schluessel_name ifconfig iwk0 plumb dladm connect-wifi -e ESSID -k schluessel_name iwk0 ifconfig iwk0 dhcp
Da musste ich unter Linux schon deutlich länger an wpa_supplicant rumschrauben. Nachteilig ist jedoch, dass die Nameserver zumindest bei mir nicht automatisch über dhcp bezogen bzw. auch in die /etc/resolv.conf eingetragen wurden, was allerdings auch daran liegen kann, dass ich ein paar Änderungen an /etc/nsswitch.conf durchgeführt habe.
Eine weitere Crux war die Paketverwaltung, speziell pkgadd im Bezug auf lokale Pakete, aber auch allgemein auf CSW / Blastwave / pkgutil bezogen. Diese bieten zwar einiges an Software an und es ist auch einigermaßen komfortabel zu installieren, aber die generelle Übersicht ist weit von einem aptitude entfernt. Trotz einer einigermaßen breiten Palette an Software habe ich ein paar Dinge schmerzlich vermisst, so etwa qt4 und ein Äquivalent zu KeePassX, also ein Programm, dass die Datenbank von KeePass Version 1 lesen kann.
Nun ist es also wieder Linux… Und weil mir Ubuntu ehrlich gesagt zu fett ist, habe ich mich für Debian entschieden. Installiert habe ich Debian 5 “Lenny”, bin jedoch in der Hoffnung auf einen neueren Kernel auf “Squeeze”, die Testversion, umgestiegen. Wieso die Hoffnung auf einen neuen Kernel? 2.6.26 ist schließlich nicht so alt… Tja, dummerweise bin ich aber offensichtlich zu blöd, den hdaps-Kernelpatch in diesem Newsgroupbeitrag ausfindig zu machen. Wahrscheinlich nur irgendein Detail, was mir wirder entgeht. Genervt bin ich hauptsächlich deshalb, weil das hdapsd-Kernelmodul bereits problemlos geladen wird, wie hdaps-gl eindrucksvoll demonstriert. D.h., ich muss auf einen wirksamen Festplattenschutz verzichten, weil ich den Patch für 2.6.26 nicht “finde”. Warum also die Hoffnung auf 2.6.27? Weil ich auf den Patch für 2.6.27-2 schon zugreifen kann…
Jedenfalls werde ich Fiete jetzt noch mehr auf die Nerven gehen als bisher schon, weil er bisher die Schuld noch auf Ubuntu schieben konnte… Apropos Nerven, ich habe auch erstmals einen Kernel selbst vorbereitet. Ich mache hoffentlich nie mehr den Fehler, make-kpkg aufzurufen – die meiste Zeit hab’ ich dann nur noch die Eingabe-Taste gedrückt gehalten.
Etwas ganz Besonderes bei der Installation von Debian war definitiv die Einrichtung eines verschlüsselten logischen Datenträgers, welche mich einige Nerven gekostet hat. Parted, das Partitionierungsprogramm, ist nämlich nicht dazu in der Lage, eine erstellte LVM im gleichen Installationsprozess wieder zu entfernen. Ich habe es dann über die Shell gemacht; einfach mit fdisk die Partitionstabelle komplett zurückgesetzt und den Installationsprozess neu gestartet. Für Leute, die noch nie ein LVM über parted eingerichtet haben, habe ich auch noch einen Tipp: Der Verwendungstyp des frisch erstellten verschlüsselten physikalischen Datenträgers muss auf “physikalischer Datenträger für LVM” gestellt werden um mit mehreren Partitionen gefüllt werden zu können. Danach erscheint im Hauptmenü von Parted ein neuer Punkt, der die Verwaltung der logischen Datenträgergruppe erlaubt. Die nächsten Tage werden definitiv spannend.
0 Responses.