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	<title>Black Folium</title>
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	<description>Aus dem Leben eines Westentaschenrevoluzzers</description>
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		<title>Über frustrierende Administrationsarbeit</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 04:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Firmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss mal eben akut Frust ablassen, ein Programm hat mich nämlich zur Weißglut gebracht. Zwischenzeitlich war ich kurz davor Amok zu laufen, aber jetzt bin ich definitiv in der Stimmung, jemanden zu lynchen. Ich habe jetzt über eine Stunde den Grund dafür gesucht, dass überall von einem Punkt &#8220;Languages&#8221; im Administrationsmenü die Rede ist, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss mal eben akut Frust ablassen, ein Programm hat mich nämlich zur Weißglut gebracht. Zwischenzeitlich war ich kurz davor Amok zu laufen, aber jetzt bin ich definitiv in der Stimmung, jemanden zu lynchen. Ich habe jetzt über eine Stunde den Grund dafür gesucht, dass überall von einem Punkt &#8220;Languages&#8221; im Administrationsmenü die Rede ist, ich diesen aber auf Teufel komm raus nicht finden kann. Dabei lagen sogar im Cache extra zwei Dateien, die verheißungsvoll lauteten, die sich aber nach Löschung des Caches aber nicht mehr neu erstellten &#8211; im Gegensatz zu den restlichen Dateien. Auch ein direkter Eingriff in die Datenbank brachte keine &#8220;Erlösung&#8221;. Erst ein Blick in die offensichtlich nicht über das normale Administrationsinterface einstell- bzw. überhaupt einsehbare Konfigurationsdatei brachte ans Tageslicht, dass die Lokalisierung deaktiviert war. Zum Thema Lynchen: Könnte gut sein, dass mir selbst bei der Installation ein Fehler unterlaufen ist, aber selbst in dem Fall haben die Entwickler einen an der Waffel, diese Option im Code zu de-/aktivieren. Sollten sie den Parameter gar per Default auf false gesetzt haben, sollten sie mir lieber nie über den Weg laufen, denn wenn ich schon kurz davor war, meiner geliebten Tastatur die schlimmsten Dinge anzutun, würde die Begegnung für sie noch um einiges unangenehmer ausfallen. *Frust schieb*</p>
<p>Aber so komme ich wenigstens dazu, wieder einmal einen Blogbeitrag zu schreiben und Wordpress zu aktualisieren &#8211; und es endlich mit Twitter zu verknüpfen.</p>
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		<title>Der Weg in die Schatten &#8211; Buchrezension</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 01:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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		<category><![CDATA[weeks]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein anspruchsloses und deshalb entspannendes, wenngleich fesselndes Buch über Mord und Totschlag in einer fremden Welt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich durfte ich mir von GhostLyrics das Buch &#8220;Der Weg in die Schatten&#8221; von Brent Weeks ausleihen. Binnen eines Tages habe ich mich durch die knapp 700 Seiten Action gelesen und am Ende mit ernstem Schlafmangel zu kämpfen &#8211; zwar nur bedingt wegen des Buches, es trug aber auch nicht unbeträchtlich dazu bei. Der Kollege wies mich beim Chat über die Stärken, Schwächen und die im Juli erscheinende Fortsetzung des Buches auf <a title="Der Weg in die Schatten - Rezension von GhostLyrics bei Firefly-Nexus" href="http://firefly-nexus.org/2010/02/22/der-weg-in-die-schatten-review/" target="_self">seine Rezension</a> hin und ließ durchblicken, dass ein Kommentar von meiner Seite erwünscht wäre. Aus dem kurz gedachten Kommentar wurde ein längerer Text, den ich in Notepad++ weiterschrieb um ihn schlussendlich eines armseligen Daseins als Kommentar für unwürdig zu erachten. Ein Trackback wird demnach wohl alles sein, was meinem Freund von diesem Kommentar bleibt. Nein, nicht ganz: Danke, dass du mir dieses Buch geliehen hast! Es hat mir ein Dutzend Stunden konzentrierten Lesens beschert.</p>
<p>Die meisten Bücher haben immer wieder Längen, die die Komplexität der Handlungsstränge vertiefen oder ein detaillierteres Bild der Beschaffenheit der Umgebung der Geschichte zeichnen. Wer sich J. R. R. Tolkiens &#8220;Herr der Ringe&#8221; zu Gemüte geführt hat, wird davon ein Liedchen zu singen wissen.<br />
Nicht so mit diesem Werk, dass es vollbringt, eine anfangs fast undurchschaubare, verstrickte Handlung so aufzubereiten, dass man nie das Gefühl hat, dass eine Textpassage überflüssig wäre und übersprungen werden könnte. Nein, über seine gesamten fast 700 Seiten hinweg bleibt es durchwegs fesselnd und weiß immer und immer wieder aufs Neue zu überraschen.<span id="more-144"></span><br />
Aber dennoch gibt es auch Schwächen in diesem Buch, über die man nicht so einfach hinweg blicken kann. Da wären zum Einen die Protagonisten, die nicht annähernd so tiefgründig sind, wie es anfänglich wirkt, speziell die Vater-Sohn-analoge Beziehung zwischen Durza und Azoth hat das vorhandene Spannungspotential meines Erachtens bei weitem nicht ausgenutzt, ganz zu schweigen vom gewaltigen inneren Konflikt, in dem sich Durza offensichtlich befindet &#8211; obwohl er genau diesen verleugnet, mit dem denkwürdigen Mantra &#8220;Leben ist leer&#8221;. Ebenso sind einige Motive und Handlungen der Protagonisten zu einfach und gutgläubig gestrickt. Steigt der Autor zu Beginn noch in die glaubhaften Niederungen der menschlichen Natur hinab, in deren eindringlichen Schilderung sich gut die durch die vom Autor im Interview des Anhangs erwähnte Beeinflussung seiner zu einem Zeitpunkt mit missbrauchten Kindern arbeitenden Frau abzeichnet, so sind die bedingungslose Treue von Elene und Azoth angesichts ihrer speziellen Situationen schlicht klischeehaft.<br />
In diesem Punkt sei auf das Werk &#8220;Im Sog der Zeit&#8221; von Peter F. Hamilton verwiesen, in dem er bei einem ähnlichen Anfang einen wesentlich menschlicheren und glaubwürdigeren Fortgang zeichnet.</p>
<p>Die mangelnde Entwicklung und fehlende Tiefe der Charaktere ist zwar ein handwerkliches Manko, beeinträchtigt den Lesespaß aber lange nicht so sehr wie die abgängige Bildsprache. Das Gefühl eines von selbst im Geiste aufblühenden, präzisen Bildes der Umwelt und des sozialen Milieus des Handelnden, wie es einem beispielsweise beim Lesen der Geschichten eines Sergej Lukianenkos geschieht, fehlt hier völlig. Die spärlichen Beschreibungen zeichnen ein wirres, unklares Bild. Am Ende des Buches fühlt man sich praktisch genau so verloren wie auf der ersten Seite und die meisten Gesichter bleiben undeutlich, verschwommen. Die Ausnahme von der Regel ist hierbei ironischerweise Puppenmädchen, welche von Beginn weg gut gezeichnet ist.<br />
Schwerwiegend ist dies vor allem, weil die technisch überaus spannenden und meist überzeugenden Kampfszenen so eher zu einer kurzen, sachlichen Zusammenfassung schrumpfen als die Adrenalin-Produktion des Körpers anzufachen. Das Training des Schülers mit dem Meister etwa verkommt zu einer kurzen Schilderung der Vorgehensweise und der verwendeten Waffen und im Verlauf der Handlung taucht der Fortschritt des Lehrlings nur als Randnotiz auf. Die Möglichkeiten zur Beschreibung, die sich dem Autor bei den von ihm ersonnenen Auseinandersetzungen geboten haben, wurden von ihm nicht annähernd ausgeschöpft. Damit einher geht, dass sich einem nie die Härchen zu einer wohligen oder schaurigen Gänsehaut erheben, wie es gegensätzlich eine Trudi Canavan in ihren Büchern immer und immer wieder zu bewirken vermag.</p>
<p>So fesselnd und fantastisch die Handlung ist, so trocken ist sie auch. Prädestiniert für schwarzen Humor, Zynismus und Anspielungen überrascht der Autor mit einer faktisch ebenso witz- wie geistlosen Handlung, die kaum zum Denken anregt. Der Herr Kaffeetrinken eines Terry Pratchett zeigt, dass Assassinen durchaus über ein beachtliches Reservoir an Pointen oder erheiternden Anspielungen verfügen. Weeks angehender Mörder ist aber nicht nur selbst langweiliger Knochen, auch seine Mitmenschen scheinen nicht viel vom Scherzen zu halten.</p>
<p>Das Buch hat vieles nicht, es fehlen die Bildsprache und philosophischen Noten eines Lukianenko, die interessanten Charaktere und die unberechenbare Handlung eines Hamilton, die Persiflagen und die satirische Aufbereitung eines Pratchett und die Spannung und Empathie einer Canavan, aber es ist kurzweilig und flüssig zu lesen. Auf Filme übertragen wäre es wohl eine Mischung aus &#8220;Leon &#8211; Der Profi&#8221; und der Bourne-Trilogie &#8211; verlegt ins Mittelalter; ein purer Actionfilm, der einen gar nicht merken lässt, wie schnell die zwei Stunden um sind, einen aber weder nachdenklich noch erheitert zurück lässt.</p>
<p>Fazit: Anspruchsloser Lesegenuss, Leseempfehlung.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Auszug von  Amazon.de:</p>
<ul>
<li>Taschenbuch: 704 Seiten</li>
<li>Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Dezember 2009)</li>
<li>Sprache: Deutsch</li>
<li>ISBN-10: 3442266289</li>
<li>ISBN-13: 978-3442266289</li>
<li>Originaltitel: Night Angel 01. The Way of Shadows</li>
<li>Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 5 cm</li>
</ul>
<p>Aus urheberrechtlichen Gründen wird diesem Beitrag kein  Bild des Buchumschlags beigefügt.</p>
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		<title>Chatlogauswertung</title>
		<link>http://blog.black-caeser.net/2010/03/01/chatlogauswertung/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 04:09:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Welt eines Pedanten]]></category>
		<category><![CDATA[PPÖ]]></category>

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		<description><![CDATA[> zmurk: die brille geht mir ab!
 > zmurk: wo ist sie denn hin?

Die Gläser sind schmutzig geworden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Folgenden finden sich meine Antworten und Kommentare zum Chatlog vom 27. und 28. (bis 14:08, weil ich über den restlichen Log nicht verfüge) Februar. Anfänglich eher flappsig, wird es später deutlich themenlastiger und detaillierter.  Auf Kommentare freue ich mich, mögen sie auch noch so harsch und gegen mich sein. :)</p>
<p>&gt; R34lB0rg: ich stelle den antrag für zukünftige gvs streaming und namensschilder (mit nicknames) vorzusehen</p>
<p>Du wirst lachen, wir hatten Namensschilder vorgesehen und entsprechend eingekauft. Nur sind wir in Ermangelung von Personal nicht mehr zum Drucken gekommen.</p>
<p>&gt; redplanet: black_caeser wird sich aufs hirn greifen wenn er den chatlog ließt ^^</p>
<p>Bis jetzt hatte ich keinen Grund dazu. Da musste ich mir bei den Diskussionen deutlich öfter an den Kopf greifen.</p>
<p>&gt; redplanet: Gehhh, Leo!<br />
&gt; zerodyme: die verlesung is sooo faaad</p>
<p>Immer wird der Bote gehängt&#8230;<span id="more-140"></span></p>
<p>&gt; qbitskey: hahaha black_caesar der statutenvorleser</p>
<p>Das darfst das nächste mal DU machen.</p>
<p>&gt; zmurk: der leo hat so einen hübschen anzug an &#8230;</p>
<p>Ab hier gibt&#8217;s Haue für die folgenden diesbezüglichen Kommentare. :P</p>
<p>&gt; zmurk: ich würd gern einen änderungsantrag bezüglich des anzuges stellen</p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Keine Sorge, heute trage ich einen Steirer.</span></p>
<p>Gestern wollte ich eigentlich einen Steirer tragen, wäre ich denn vollkommen gesund gewesen und rechtzeitig zur GV erschienen.</p>
<p>&gt; blackjack: krawatte von mama zu weihnachten?</p>
<p>Nein, von meinem Bruder, afaik.</p>
<p>&gt; kybernetes: hmm, hat sich sicher schmutzig gemacht</p>
<p>Sicher nicht!</p>
<p>&gt;  qbitskey: der knoten der krawatte ist langweilig</p>
<p>Versuche mal bei akutem Schlafmangel (eine Stunde Schlaf) einen doppelten Windsor zu binden</p>
<p>&gt; zmurk: die brille geht mir ab!<br />
&gt; zmurk: wo ist sie denn hin?</p>
<p>Die Gläser sind schmutzig geworden.</p>
<p>&gt; vero: Aber ich denk, effektiv ist es, wenn der BV nach der Forenabstimmung entscheidet, oder?</p>
<p>Meine Rede! Das ist doch genau das, was mein Vorschlag bestimmt hat.</p>
<p>&gt; zerodyme: alles die schuld der tf justizia</p>
<p>Dies muss ich ausdrücklich von uns weisen. Ich bin ein Mensch mit einem sehr geschäftigen Berufsleben und ein Gutteil meiner Freizeit der letzten Wochen ist dafür drauf gegangen, bei den Diskussionen um die Statuten 2006 / 2007 klärend einzugreifen. Und es gab genau zwei Leute, die sich um einen vollständigen Rewrite gekümmert haben: Ghandi und mich. Der Rest hat an den alten herum gedoktort. Und Ghandi hat vor einer Woche de facto das Handtuch geworfen, weil ihr der Statutendiskussion schlicht überdrüssig geworden ist. Wenn das jetzt dazu führt, dass der TF: Justitia die Schuld für das Ausufern der GV in die Schuhe geschoben wird, dann haltet euch einfach folgendes vor Augen: Ohne diesen noch so späten Entwurf hättet ihr das Flickwerk &#8220;Statuten 2007&#8243; zum Flickwerk &#8220;Statuten 2010&#8243; umgebaut, mit allen bekannten Lücken (die hat nämlich _niemand_ ausgebessert). Ich hätte damit gut leben können, ist ja nicht so, dass ich die Zeit nicht auch anders, vergnüglicher oder finanziell effektiver nutzen hätte können.</p>
<p>&gt; zerodyme: wenn die statuten früher fertig gewesen werden und im forum diskutiert werden würden</p>
<p>So wie ja alle bei der im Forum zur Verfügung gestellten Tagesordnung fristgerecht TOP eingebracht haben.</p>
<p>&gt; AndreasB: im forum machen doch nur wenige mit, wäre als wieder sinnlos gewesen</p>
<p>Exakt.</p>
<p>&gt; zerodyme: dan bräucht ma heut nur beschließen und net diskutieren</p>
<p>Das klappt nicht. Weil sich kein Schwein die Statuten und die GO durchliest, bevor er es nicht muss. Aber bei der GV wollen natürlich alle über jedes Fitzelchen genauestens Bescheid wissen.</p>
<p>&gt; R34lB0rg: wir brauchen unbedingt ein parteiamt &#8220;vogon&#8221;</p>
<p>Wenn du damit darauf anspielst, dass ich ein verdammter Korinthenkacker bin, gebe ich dir Recht. Aber ich sage dir auch, dass ich, wenn ich es gewollt hätte, die Partei nach den alten Statuten so gründlich zerpflücken hätte können, dass du nur noch mit den Ohren geschlackert hättest. Wir hatten nur empfindliches Glück, dass diejenigen, die als erste besonders nachdrucksvoll auf Probleme mit den Statuten hingewiesen haben, diese offenbar nicht nach allen Regeln juristischer Kunst zerpflückt haben.</p>
<p>Ich habe es daher als meine Aufgabe erachtet, ein Statut zu erarbeiten, dass sowohl durch seine inhaltliche Strukturierung als auch durch die Abstimmung bei der GV selbst kaum mehr anzugreifen ist. Das ist auf Grund der tollen Leistung der Piraten, die einfach sang- und klanglos verschwinden, wieder einmal super in Frage gestellt worden. Wer will und die nötige Kohle hat, kann die Partei jetzt zumindest jahrelang in komplizierten Korinthenkackerprozessen binden &#8211; viel Spaß dabei, ich helfe der Partei dabei dann jedenfalls sicher nicht mehr.</p>
<p>&gt; fuavarra: Daran hab ich gar nicht gedacht. Das mit den Statuten war ja eher spontan.</p>
<p>Nein, war es nicht. Und die neuen Statuten waren einfach ein großer Änderungsantrag auf die Statuten, auch wenn das einige dann offenbar anders gesehen haben.</p>
<p>&gt; R34lB0rg: wir haben hier schon echte österreichische parteiendemokratur :-(</p>
<p>Und weißt du wieso? Weil bei den Piraten die Quote derjenigen, die wirklich für *Demokratie* bereit sind, realistisch gesehen nicht viel höher ist als in der restlichen Bevölkerung. Demokratie bedeutet Arbeit, viel Arbeit. Die meisten bei den Piraten sind aber wohl gekommen, weil das so eine hippe neue Bewegung ist, oder weil die Ideen ja genial sind.</p>
<p>Schon klar, dass jetzt der TF: Justitia vorgeworfen wird, wir hätten die Statuten zu spät eingereicht. Ist formaljuristisch nicht im Geringsten anfechtbar. Aber es zeichnet auch ein Bild davon, wie viele der bald fünfhundert Piraten sich auch nur im Grenzbereich an der Ausarbeitung beteiligt haben. Die meisten werden erst gestern beim Lesen der TO darauf gekommen sein, dass die geändert werden. Und sich bis zum TOP auch nicht wirklich dafür interessiert haben. Und im Gegensatz zum Parlament haben wir die Abstimmung nicht bewusst so weit hinten angesetzt. Hätte ich nur die Statuten ohne Diskussion verlesen, wären wir in drei Stunden durch gewesen &#8211; vgl. GO-Abhandlung.</p>
<p>Dann hätten wir abstimmen können &#8211; aber wäre *das* für dich wirklich demokratischer gewesen?</p>
<p>&gt; R34lB0rg: politik by ermüdungstaktik</p>
<p>Ich möchte mich da auch vorweg eventueller Gedankenspiele erwehren, ich hätte dies bewusst geplant. Denn die Statutendiskussionen im Forum <em>konnte</em> ich nicht planen.</p>
<p>&gt; R34lB0rg: die kandidaten müssen sich bis eine woche vorher anmelden<br />
&gt; R34lB0rg: aber die statuten bekommen wir auf der gv *vorgelesen*</p>
<p>Tja, ich hätte sie gerne vor zwei Wochen vorgestellt. Die Gründe für das &#8220;warum nicht&#8221; brauche ich wohl nicht mehr erläutern?</p>
<p>&gt; R34lB0rg: Es werden an der Generalversammlung nur Anträge behandelt, die folgende Bedingungen erfüllen:<br />
&gt; a. formale Korrektheit gemäss Versammlungsordnung;<br />
&gt; b. Einreichung an den Vorstand mindestens 14 Tage vor der Generalversammlung<br />
&gt; c. Versendung an alle Mitglieder mindestens 10 Tage vor der Generalversammlung per E-Mail oder Briefpost durch den Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Versammlungsleiter der Generalversammlung.</p>
<p>Vgl. die Bestimmungen der GO der LO Stmk&#8230;</p>
<p>&gt; R34lB0rg: die neuen statuten heute VORZULESEN und GESAMMELT zu beschliessen fand ich jedenfalls demokratiepolitisch nicht ok</p>
<p>Bin voll bei dir dabei, das war ein Käse. Wir hätten den Rohentwurf vor über einem Monat vorlegen müssen und sowieso über jeden Paragraphen einzeln abstimmen müssen. Am besten über jeden Satz. Das wäre sich sicher in weniger als einer Woche ausgegangen! (Und das ist jetzt Sarkasmus gemischt mit bitterem Ernst) Ganz abgesehen davon, dass wir bestenfalls ein Drittel der Paragraphen beschlossen hätten.<br />
Und wenn das so undemokratisch war: Wieso hat dann niemand die Rede zur Geschäftsordnung genutzt und es so gesagt und den Antrag darauf gestellt, diese Diskussion auf die nächste GV zu vertagen, weil die Statuten nicht vorher bekannt waren (was weder die alten Statuten noch die alte GO fordern)? Ich hätte damit nicht das geringste Problem gehabt, das hätte die GV enorm erleichtert.</p>
<p>&gt; shpank: is irgendwie gut, dass ich mir das nach graz fahren ned leisten kann</p>
<p>Habe ich dazu eigentlich erwähnt, besonders im Hinblick auf die ständigen Seitenhiebe der Vorarlberger, das die LO Stmk es *nicht* darauf angelegt hat, die GV auszurichten? Da wir aber bereits geahnt haben, dass die Wahl auf Grund der kurzen Zeit auf uns fallen dürfte, haben wir dem BV ein Ultimatum gestellt: Wenn ihr sie uns unterschieben wollt, muss das bis zum [hier Datum einsetzen] fix sein. Ich hätte diese GV hier nicht gebraucht und wäre mit jedem anderen Austragungsort prinzipiell zufrieden gewesen; meine Aussprache gegen Vorarlberg war wie gesagt auf allgemeine Anfahrtszeiten bezogen. Und ja, da schneidet Graz schlechter ab als Wien. Aber in Wien sollte es eben auf keinen Fall stattfinden. Wenn wir es nicht bekommen hätten, wären wir <span style="text-decoration: line-through;">genauso glücklich</span> glücklicher gewesen.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Genereller Text zu Statuten &amp; Co</p>
<p>Wenn euch der Statutenvorschlag und die zu späte Einreichung nicht passt, hätte einfach jemand beide Hände heben und einen Antrag auf Vertagung wegen Nichteinhaltung der Fristen stellen können. Oder sonstwie sich beschweren können. Oder ihr könnt sie noch immer kippen, mit Formalfehlern und so. Ist mir egal. Die TF: Justitia besteht nicht aus bezahlten und / oder vereidigten Arbeitskräften der Partei und wenn wir die Fristen nicht einhalten, hat der Punkt einfach gekippt zu werden. Wieso hat das keiner gemacht, wenn das alles so mies ist? Ihr HABT doch die VOLLE Macht auf der GV. Wieso nutzt sie dann keiner? Sorry, aber ich sehe da aktive Förderung der Parteidemokratur durch die Basis selbst.</p>
<p>Und wenn ihr ultraschlanke Statuten ohne überflüssige Bürokratie wollt &#8211; bitte! Aber *die* Schlammschlachten möchte ich nicht miterleben.</p>
<p>Und irgendwie scheint keiner zu raffen, dass die neuen Statuten / die neue GO genau die Fristenmankos auch behebt. Die GO hat das sogar extrem präzise definiert. Wird aber wieder keiner wollen, weil das zu bürokratisch ist&#8230;</p>
<p>&gt; kybernetes: is das der leo?<br />
&gt; AndreasB: ja<br />
&gt; Fuavarra: he&#8217;s back<br />
&gt; kybernetes: ohne anzug?</p>
<p>Ich hatte eigentlich nicht vor, den Saal vor dem Ende der GV zu betreten, da ich zum Aufräumen und für Gespräche &#8220;unten&#8221; gekommen war. Das hat sich dann halt etwas anders entwickelt als geplant&#8230;</p>
<p>&gt;  funkfish: zeile 330: blackcaesar: Änderungsantrag: Parteiratliste wird nicht gewählt, sondern per Zufall ausgewählt;</p>
<p>gmh1983 hat das dann korrekt zitiert. Ich hoffe, das ist jetzt klar.</p>
<p>&gt; R34lB0rg: omg! leo ohne anzug!</p>
<p>Wenn ich gewusst hätte, dass euch das so abgeht&#8230;</p>
<p>&#8212;-</p>
<p>Und ab 14:08 fehlt mir der Chatlog&#8230; *fluch*</p>
<p>Wenn mir den wer zur Verfügung stellen könnte, wäre das äußerst zuvorkommend. :)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der beste Weg, seinen Rasierer zu reinigen</title>
		<link>http://blog.black-caeser.net/2010/02/19/der-beste-weg-seinen-rasierer-zu-reinigen/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 07:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Welt eines Pedanten]]></category>
		<category><![CDATA[Privates]]></category>
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		<category><![CDATA[zwischenraumreinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Kinnbartträger muss ich mir regelmäßig das restliche Gesicht rasieren. Als überzeugter Anwender der Nassrasur und hat sich dabei ein Problem ergeben, dass mich fast in den Wahnsinn trieb:
 Wie bekommt man diese verdammten Härchen aus den Klingenzwischenräumen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Kinnbartträger muss ich mir regelmäßig das restliche Gesicht rasieren. Als überzeugter Anwender der Nassrasur und hat sich dabei ein Problem ergeben, dass mich fast in den Wahnsinn trieb:<br />
Wie bekommt man diese verdammten Härchen aus den Klingenzwischenräumen?<span id="more-131"></span>Wenn man diese nämlich nicht entfernt, kann das unter anderem dazu führen, dass die Klinge nicht mehr richtig greift, bei längeren Härchen (ab ca. 4 mm) neigt der Rasierer auch dazu, über die Haut zu gleiten und praktisch gar keinen Effekt mehr zu haben. Natürlich wird man speziell letztere Situation leicht los, indem man die Klinge einfach mit dem Finger entlang der Klingenrichtung abzieht. Dies hat jedoch fast keinen Einfluss auf die feinen Rückstände zwischen den Klingen. Um jene loszuwerden, habe ich folgendes probiert:</p>
<p><strong>1. Wasserhahn maximal aufdrehen und Klinge in den Strahl halten: </strong></p>
<p>Der Effekt sind hauptsächlich nasse Kleidung und eine kleine Überschwemmung im Bad, das eigentliche Ziel wird nur mangelhaft erfüllt, selbst wenn man die Klinge im Strahl dreht und wendet. Außerdem führt es bei den von mir verwendeten &#8220;Gillette Mach 3 Turbo&#8221;-Klingen dazu, dass die &#8220;Aloe Vera&#8221;-Beschichtung ziemlich rasch flöten geht. Man kann jetzt über die Notwendigkeit und Wirksamkeit von Aloe Vera streiten, aber es gibt ein angenehmes Gefühl auf der Haut.</p>
<p><strong>2. Mit dem Zahnstocher die Zwischenräume ausputzen</strong></p>
<p>Diese Methode funktioniert zwar an sich ausgezeichnet, hat jedoch gleich zwei Nachteile:</p>
<ol>
<li>Die Zahnstocher verschleißen recht rasch</li>
<li>Die Klingen ebenfalls</li>
</ol>
<p>Außerdem erreicht man manche Ecken und unter &#8220;Verstrebungen&#8221; liegende Stellen nur sehr schlecht. Darum habe ich sie bei den nicht gerade billigen Gillette-Klingen rasch wieder fallen gelassen.</p>
<p><strong>3. Das gleiche mit Wattestäbchen versuchen</strong></p>
<p>In der Theorie eben so klasse wie Zahnstocher, hat sich mir recht rasch offenbart, dass die verdammten Dinger dicker sind, ca. 1,5 mm, während die Zahnstocher eben an der Spitze nur ca. 0,1 &#8211; 0,2 mm dick sind. Die Klingen werden faktisch nicht beschädigt und man bekommt auch große Teile der Härchen beseitigt, an die wirklich lästigen Stellen kommt man aber natürlicherweise nicht. Und sie verschleißen noch schneller als die Zahnstocher.</p>
<p><strong>4. Druckluft</strong></p>
<p>Schlussendlich hat sich die von mir normalerweise zur Reinigung von Kamerasensor und -austattung verwendete Druckluft aus der Dose als das optimale Mittel erwiesen. Mit dem aufsteckbaren, flexiblen Röhrchen kommt man in alle Ecken und kann die Härchen restlos ausblasen. Aber bekanntlich hat *jede* Methode Nachteile. Der von Druckluft ist, so pervers es sein mag, der Preis für eine Dose. Jedenfalls da ich sie bisher beim Fotofachhändler gekauft habe; ich sollte mich wohl auf die Suche nach einem billigeren Lieferanten machen. Sonst dürfte sie preislich nicht weit hinter Zahnstocher und neue Klingen liegen&#8230;</p>
<p>Endlich sind meine Klingen nach dem Rasieren wieder vollständig sauber. :)</p>
<p>Dies war der erste und hoffentlich nicht der letzte Beitrag in der Kategorie &#8220;Aus der Welt eines Pedanten&#8221;.</p>
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		<title>Umorientierung dieses Blogs</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 03:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Blog war bisher hauptsächlich und vorrangig meinen Gedanken gewidmet. Ab sofort soll das Gewicht aber mehr auf technischen und kulturellen Inhalten liegen, weshalb meine Gedanken in den privaten Bereich verschoben wurden. Sollte jemand meinen, sie trotzdem lesen zu wollen, braucht er mich nur zu fragen und er wird vielleicht Einlass finden.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Blog war bisher hauptsächlich und vorrangig meinen Gedanken gewidmet. Ab sofort soll das Gewicht aber mehr auf technischen und kulturellen Inhalten liegen, weshalb meine Gedanken in den privaten Bereich verschoben wurden. Sollte jemand meinen, sie trotzdem lesen zu wollen, braucht er mich nur zu fragen und er wird vielleicht Einlass finden.</p>
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		<title>Linux hat mich wieder</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 03:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[OpenSolaris ist bei mir vorerst Geschichte und die Testversion von Debian gibt ab sofort den Ton an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr lange hat mein Ausflug nach OpenSolaris nicht gerade gedauert. Das lag nicht direkt an OpenSolaris selbst, welches sich zwar mit seinem Energieverbrauch, gemessenen vier Minuten und 25 Sekunden Startzeit und fehlendem Bereitschaftsmodus zumindest für mein Notebook, einem Lenovo IBM T61, auch nicht grade besonders positiv hervorgetan hat, aber mit seinen Besonderheiten bestochen hat:<span id="more-114"></span></p>
<ol>
<li>ZFS</li>
<li>Stabilität</li>
<li>Nerdfaktor</li>
</ol>
<p>Nein, es war schlicht und einfach der Cisco-VPN-Client, der das alles zu Fall gebracht hat. Wie? Es gibt keinen für OpenSolaris x86, jedenfalls bin ich eindeutig zu dämlich dafür, ihn zu installieren. Und da in diesem Semester sehr viel Zeit auf der Uni zu verbringen sein wird, möchte ich darauf beim besten Willen nicht verzichten. Was ich jedoch bestimmt vermissen werde ist die tadellose und äußerst komfortable Verwaltung drahtloser Netzwerke.</p>
<pre>dladm create-secobj -c wpa schluessel_name
ifconfig iwk0 plumb
dladm connect-wifi -e ESSID -k schluessel_name iwk0
ifconfig iwk0 dhcp</pre>
<p>Da musste ich unter Linux schon deutlich länger an wpa_supplicant rumschrauben. Nachteilig ist jedoch, dass die Nameserver zumindest bei mir nicht automatisch über dhcp bezogen bzw. auch in die /etc/resolv.conf eingetragen wurden, was allerdings auch daran liegen kann, dass ich ein paar Änderungen an /etc/nsswitch.conf durchgeführt habe.</p>
<p>Eine weitere Crux war die Paketverwaltung, speziell pkgadd im Bezug auf lokale Pakete, aber auch allgemein auf CSW / Blastwave / pkgutil bezogen. Diese bieten zwar einiges an Software an und es ist auch einigermaßen komfortabel zu installieren, aber die generelle Übersicht ist weit von einem aptitude entfernt. Trotz einer einigermaßen breiten Palette an Software habe ich ein paar Dinge schmerzlich vermisst, so etwa qt4 und ein Äquivalent zu KeePassX, also ein Programm, dass die Datenbank von KeePass Version 1 lesen kann.</p>
<p>Nun ist es also wieder Linux&#8230; Und weil mir Ubuntu ehrlich gesagt zu fett ist, habe ich mich für Debian entschieden. Installiert habe ich Debian 5 &#8220;Lenny&#8221;, bin jedoch in der Hoffnung auf einen neueren Kernel auf &#8220;Squeeze&#8221;, die Testversion, umgestiegen. Wieso die Hoffnung auf einen neuen Kernel? 2.6.26 ist schließlich nicht so alt&#8230; Tja, dummerweise bin ich aber offensichtlich zu blöd, den hdaps-Kernelpatch in diesem <a href="http://article.gmane.org/gmane.linux.drivers.hdaps.devel/1324">Newsgroupbeitrag</a> ausfindig zu machen. Wahrscheinlich nur irgendein Detail, was mir wirder entgeht. Genervt bin ich hauptsächlich deshalb, weil das hdapsd-Kernelmodul bereits problemlos geladen wird, wie hdaps-gl eindrucksvoll demonstriert. D.h., ich muss auf einen wirksamen Festplattenschutz verzichten, weil ich den Patch für 2.6.26 nicht &#8220;finde&#8221;. Warum also die Hoffnung auf 2.6.27? Weil ich auf den Patch für 2.6.27-2 <span style="font-style: italic;">schon</span> zugreifen kann&#8230;</p>
<p>Jedenfalls werde ich Fiete jetzt noch mehr auf die Nerven gehen als bisher schon, weil er bisher die Schuld noch auf Ubuntu schieben konnte&#8230; Apropos Nerven, ich habe auch erstmals einen Kernel selbst vorbereitet. Ich mache hoffentlich nie mehr den Fehler, <a title="Getting a Debian kernel source tree for driver compilation" href="http://linux.seindal.dk/2004/08/15/getting-a-debian-kernel-source-tree-for-driver-compilation/" target="_self">make-kpkg</a> aufzurufen &#8211; die meiste Zeit hab&#8217; ich dann nur noch die Eingabe-Taste gedrückt gehalten.</p>
<p>Etwas ganz Besonderes bei der Installation von Debian war definitiv die Einrichtung eines verschlüsselten logischen Datenträgers, welche mich einige Nerven gekostet hat. Parted, das Partitionierungsprogramm, ist nämlich nicht dazu in der Lage, eine erstellte LVM im gleichen Installationsprozess wieder zu entfernen. Ich habe es dann über die Shell gemacht; einfach mit fdisk die Partitionstabelle komplett zurückgesetzt und den Installationsprozess neu gestartet. Für Leute, die noch nie ein LVM über parted eingerichtet haben, habe ich auch noch einen Tipp: Der Verwendungstyp des frisch erstellten verschlüsselten physikalischen Datenträgers muss auf &#8220;physikalischer Datenträger für LVM&#8221; gestellt werden um mit mehreren Partitionen gefüllt werden zu können. Danach erscheint im Hauptmenü von Parted ein neuer Punkt, der die Verwaltung der logischen Datenträgergruppe erlaubt. Die nächsten Tage werden definitiv spannend.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ich habe gelernt, [more] zu benutzen</title>
		<link>http://blog.black-caeser.net/2008/11/22/ich-habe-gelernt-more-zu-benutzen/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 04:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde in der nächsten Zeit mal versuchen, meinen Blog auf Vordermann zu bringen und die einzelnen Beiträge sowohl mit [more]- als auch allen anderen Arten von Tags auszustatten.
Diesbezüglich muss ich außerdem noch den Stil &#8220;Theorem&#8221; bearbeiten, weil dieser offenbar eine für die Tags notwendige Funktion nicht findet.
Nachtrag: Stattdessen habe ich gleich den Stil selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde in der nächsten Zeit mal versuchen, meinen Blog auf Vordermann zu bringen und die einzelnen Beiträge sowohl mit [more]- als auch allen anderen Arten von Tags auszustatten.</p>
<p>Diesbezüglich muss ich außerdem noch den Stil &#8220;Theorem&#8221; bearbeiten, weil dieser offenbar eine für die Tags notwendige Funktion nicht findet.</p>
<p>Nachtrag: Stattdessen habe ich gleich den Stil selbst ersetzt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Aufrüstpläne der Kommandozentrale</title>
		<link>http://blog.black-caeser.net/2008/11/22/aufrustplane-der-kommandozentrale/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 04:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitsstation]]></category>
		<category><![CDATA[matrix]]></category>
		<category><![CDATA[programmieren]]></category>
		<category><![CDATA[rechner]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Unverhofft kommt oft, so auch die Gelegenheit Ende Juni, meinen Rechner komplett zu ersetzen. Dieses Glück wurde mir zuteil, weil die Hauptplatine meines alten Rechners, der derweil meiner Mutter gedient hatte, den Geist aufgegeben hat. Für Sockel A Prozessoren wie den darauf eingesetzten Athlon XP 1600+ zahlt sich ein neues Brett aber nicht mehr aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unverhofft kommt oft, so auch die Gelegenheit Ende Juni, meinen Rechner komplett zu ersetzen. Dieses Glück wurde mir zuteil, weil die Hauptplatine meines alten Rechners, der derweil meiner Mutter gedient hatte, den Geist aufgegeben hat. Für Sockel A Prozessoren wie den darauf eingesetzten Athlon XP 1600+ zahlt sich ein neues Brett aber nicht mehr aus und mein Rechner kam langsam doch in sein viertes Jahr (Anfang September wäre es soweit gewesen)&#8230;</p>
<p><span id="more-72"></span></p>
<p>Mein erster Rechner, dessen Komponenten ich selbst ausgewählt, bezahlt und zusammengebaut habe und ebenjener, der jetzt den Geist aufgab, hatte insgesamt fast vier Jahre an meiner Seite verbracht, vom Dezember 2001 bis zum September 2005. Insgesamt hat es das Ding also auf stolze sechseinhalb Jahre im aktiven Dienst gebracht, wobei er allerlei mitmachen musste. So verlies ihn zu allererst seine 55,88 GiB Festplatte zusammen mit der SUSE-Installation und wurde gegen eine mit 37,25 GiB (ohne Linux&#8230;) getauscht. Ein Weilchen danach machte der Kühler der Nordbrücke und damit die ASUS-DDR-RAM-Hauptplatine schlapp; ein MSI-DDR/SD-RAM-Zwitter getauscht, den mir netterweise mein Onkel schenkte, musste diese undankbare Position übernehmen. Zahlreiche Basteleien, die er zwischendurch über sich ergehen lassen musste, wie z.B. grausam pfeifende Lüfter, die einem kaputten namenlosen Netzteil entnommen wurden, werde ich einfach überspringen.</p>
<p>Im August 2005 ergänzte ich meinen Computerbestand dann durch ein Amilo 3438G und beschaffte im Zuge dessen auch gleich für vergleichsweise günstige ~1000 € neue Hauptkomponenten. Ausgetauscht wurden Motherboard, Prozessor, teilweise RAM (ein zusätzlicher 512 MiB-Riegel wurde angekauft), Grafikkarte und Festplatte. Das Motherboard war wiederum ein MSI, allerdings kein Zwitter, für Sockel 754, der damals recht günstig war.  Das Hauptrechenwerk wurde von einem Athlon 64 3000+ mit Newcastle-Kern ersetzt, Der Takt belief sich normalerweise auf 2,0 GHz, wurde von mir über das MSI-eigene Werkzeug auf 2,1 GHz raufgeschraubt. Ein fundermentaler Nachteil war, dass Cool&#8217;n'Quiet nie richtig funktioniert hat, mit keiner BIOS-Version und ich das erst nach einer Menge frustrierender &#8220;Erfrierungen&#8221; meines Rechners herausfand. Dennoch war der Rechner nach dem Austausch der Geforce 4400 MX (die sogar noch schlechter als meine alte Geforce 2 Titanium war, dafür aber nur zwanzig € oder so kostete) gegen eine Geforce 6600 GT, zu der ich mich nach der ewigen Verzögerung der Lieferung der bestellten Radeon 9800 Pro umentshcied, recht leistungsfähig und schaffte es bei 3-5 Bildern pro Sekunde sogar, Gothic 3 darzustellen.</p>
<p>Im Herbst 2007 jedenfalls legte ich mir ein Lenovo T61 mit 14,1&#8243; zu, da sich das 17&#8243; Amilo, das zudem einen Wackelkontakt im Bildschirm aufwies, als absolut unbrauchbar im mobilen Einsatz erwiesen hat. Das T61 ist ziemlich gut verarbeitet, schick (bzw. absolut hässlich, je nach Ansichtssache. Ich bin in dieser Hinsicht aber nunmal ein Freund der Untertreibung [engl.: "Understatement"]) und vor allem robust. Da es mit 2&#215;2 GHz, 2 GiB RAM, 149 GiB RAM und einer Geforce Quadro NVS 140M auch längerfristig genug Leistungsreserven aufweist, wird es sicher lange in meinem Dienst verbleiben. Da sich der Betrieb von zwei tragbaren und einem feststehenden Rechner als schlicht ineffizient erwissen hat, habe ich das Amilo im Frühjahr 2008 einem Freund geliehen, der ein Auslandssemster in Spanien verbracht hat und offensichtlich ganz gut damit arbeiten konnte. Unglücklicherweise wurde ihm das Gerät kurz nach seiner Rückkehr nach Österreich aus dem Auto gestohlen &#8211; mir tut es für ihn Leid, aber ich bin fast froh, das Ding nicht mehr zu sehen &#8211; Daten waren von mir sowieso keine mehr drauf. :D</p>
<p>Zum Ende des WS 07/08 zur bestandenen BuBi-Prüfung gönnte ich mir dann übrigens meinen langersehnten Eizo, mit dem Plan, baldestmöglich einen Zweiten anzuschaffen. Bis zum Sommer tat sich dann soweit nichts; dafür begann mit dem Ende des Semesters die Hektik. Ich stellte binnen zwei Wochen und mit der Hilfe von <a title="Verweis auf die Seite von Samuel Creshal" href="http://creshal.de" target="_blank">Samuel Creshal</a> meine neue Arbeitsstation zusammen, ein wahres Prachtstück in meinen Augen. Diese wunderbare Arbeitsstation ist der erste Rechner, der es schafft, trotz der Unmenge an Programmen, die ich parallel betreibe, schnell zu sein. Sofern man vom Bootvorgang einmal absieht&#8230;</p>
<p>Die volle Arbeitsleistung erreicht die Maschine aber noch nicht, weshalb ich momentan drei Ausbaustufen vorsehe, wobei die letzten zwei nicht nach Priorität geordnet sind:</p>
<ol>
<li>Umstellung des Einbildschirmbetriebes auf Mehrbildschirmbetrieb mit vorerst drei Bildschirmen
<ol>
<li>Einsatz zweier Lenovo TN-Film-Bildschirme, 19&#8243;, 1280&#215;1024</li>
<li>Ersatz der zwei Lenovo-Bildschirme durch zwei Eizo PVA-Paneel-Bildschirme, 17&#8243;, 1280&#215;1024.</li>
</ol>
</li>
<li>Aufbau eines RAID6 mit acht 1,5 TB S-ATA-Festplatten und eines RAID5 mit vier 500 GB S-ATA-Festplatten oder eines RAID6 mit zwölf 1,5 TB S-ATA-Festplatten.</li>
<li>Ersetzen der aktuellen HD4850 durch eine HD4800 X2 mit möglichst vier DVI-Ausgängen. Diesbezüglich muss möglicherweise das Netzteil ausgetauscht werden.</li>
</ol>
<p>1.1. Konnte ich heute beginnen, es fehlt mir jedoch noch ein Kabel, dass mir den DVI-Dual-Link-Ausgang auf zwei VGA-Kanäle auftrennt. Erste Tests mit nur einem Bildschirm verheisen aber Gutes, ich freue mich schon auf festen Gebrauch beim Programmieren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Käsespätzle ohne Ei und Laab</title>
		<link>http://blog.black-caeser.net/2008/11/19/kasespatzle-ohne-ei-und-laab/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 00:14:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kochrezepte]]></category>
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		<category><![CDATA[hausmannskost]]></category>
		<category><![CDATA[kalorien]]></category>
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		<category><![CDATA[ziegenkäse]]></category>

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		<description><![CDATA[Für fünf sehr hungrige Mäuler (Pfanne min. 28cm):

500g Weizenmehl, glatt.
4 gehäufte Löffel Hanfmehl, alternativ sollte auch Lupinenmehl funktionieren.
ca. 3/8 l Wasser, nach Gefühl
Ein wenig geriebene Muskatnuß
Eine Prise Salz
ca. 400g Ziegenkäse (da kein Laab), wenn Laab kein Problem ist, tut&#8217;s jeder würzige Bergkäse.
4 Zwiebeln
Bratöl, am besten Sonnenblumen- oder Rapsöl.

 Mehle, Muskatnuss und Salz  vermengen und langsam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für fünf sehr hungrige Mäuler (Pfanne min. 28cm):</p>
<ul>
<li>500g Weizenmehl, glatt.</li>
<li>4 gehäufte Löffel Hanfmehl, alternativ sollte auch Lupinenmehl funktionieren.</li>
<li>ca. 3/8 l Wasser, nach Gefühl</li>
<li>Ein wenig geriebene Muskatnuß</li>
<li>Eine Prise Salz</li>
<li>ca. 400g Ziegenkäse (da kein Laab), wenn Laab kein Problem ist, tut&#8217;s jeder würzige Bergkäse.</li>
<li>4 Zwiebeln</li>
<li>Bratöl, am besten Sonnenblumen- oder Rapsöl.</li>
</ul>
<p><span id="more-68"></span> Mehle, Muskatnuss und Salz  vermengen und langsam mit dem Wasser zu einem Teig verarbeiten. Wenn der Teig zähflüssig ist, ihn für 20 min. ruhen lassen. Derweil wenig Öl in eine Pfanne geben und erhitzen, während man die Zwiebeln kleinhackt. Zwei der zerhackten Zwiebeln im Öl schön bräunlich anrösten und danach in eine Schüssel geben. Öl zugeben und erneut erhitzen und die restlichen Zwiebeln im Fett garen. Nebenbei einen großen Topf mit Salzwasser bis zum Siedepunkt erhitzen. Den Käse in grobe Streifen reiben. Den Teig etappenweise per Spätzlehobel in den Topf &#8220;abreiben&#8221; und die an der Oberfläche schwimmenden Spätzle abfischen. Beim Entnehmen der Spätzle diese leicht abtropfen lassen und dann in die Pfanne mit den garenden Zwiebeln geben. Zwischendurch immer wieder geriebenen Käse einstreuen, sowie salzen und leicht pfeffern und das Ganze immer wieder unterheben. Sobald der Teig verbraucht ist, den restlichen Käse über die Spätzle geben &#8211; fertig!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer eine Reise tut, kann viel erzählen</title>
		<link>http://blog.black-caeser.net/2008/08/26/wer-eine-reise-tut-kann-viel-erzahlen/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 18:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Samuel Creshal]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Gerasch]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, wie man letztens merkte, blogge ich wieder. Diesmal habe ich auch jede Menge Stoff, da ich einerseits die Nordseeinsel Amrum und andererseits die Stadt Leipzig heimsuchte. Die Erzählungen sollen aber dort beginnen, wo auch die Reise begann: Am Bahnhof Spittal.

Erste Überraschung: Der Zug, der mich in die Nähe des Flughafens bringen sollte, ist auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, wie man letztens merkte, blogge ich wieder. Diesmal habe ich auch jede Menge Stoff, da ich einerseits die Nordseeinsel Amrum und andererseits die Stadt Leipzig heimsuchte. Die Erzählungen sollen aber dort beginnen, wo auch die Reise begann: Am Bahnhof Spittal.</p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<p style="text-align: center;">Erste Überraschung: Der Zug, der mich in die Nähe des Flughafens bringen sollte, ist auf Grund des Schienenersatzverkehrs, den wir einer Baustelle im Mölltal zu verdanken haben, ziemlich arg verspätet. Sauer war ich zwar auf die Bahn, da ich aber mittlerweile einige Erfahrung mit der deutschen Bahn sammeln durfte, hielt sich mein Grant in Grenzen. Außerdem habe ich mir das Sommerticket gekauft und somit keinen direkten Verlust.<br />
Also gut, normalen Zug genommen und in den Bus umgestiegen – hier kommt der indirekte Verlust. Zumal der dämliche Bus nicht bis zum Flughafen fährt, sondern ca. 0,8 km davon entfernt seine Haltestelle hat. KLU, auch bekannt als „Klagenfurt International Airport“ (haha), war damit in meinen Augen der dümmste Flughafen des Westens. Aber gut, erstmal am Flughafen, habe ich meine Koffer abgegeben und mich dann auf ein Eis ins Flugcafé gesetzt. Der<span style="text-decoration: line-through;"> Mittagskogel [BILD]</span> Koschuta (wtf? nie davon gehört&#8230;) präsentierte sich herrlich, leider war es aber recht bewölkt.
</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.black-caeser.net/wp-content/imga0283.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-57" title="Koschuta" src="http://blog.black-caeser.net/wp-content/imga0283-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a></p>
<p>Bei der Sicherheitskontrolle hat die Kontrollorin natürlich wegen dem Fläschchen Augentropfen rumgemotzt, auf das ich komplett vergessen hatte – ist ja bei mir eine Normausrüstung. Zu ihrem Glück verzichtete sie darauf, es in ein wieder verschließbares Plastiksackerl zu packen. Auch mein Notizbuch wurde natürlich getrennt durchleuchtet – paranoider Staat! Vermutlich wäre es mir ein Leichtes, hundert Kilogramm semtex an Bord des Flugzeugs zu bringen, wenn ich es denn wirklich wollte (und das semtex hätte).<br />
In der Abflugwartehalle habe ich dann den Massen dabei zugesehen, wie sie es alle total eilig hatten, abgefertigt zu werden. Ich meine, was bringt es einem bei einer geschätzten durchschnittlichen Abfertigungsgeschwindigkeit von 0,3 periodisch Personen pro Sekunde pro menschlicher Ressource, sich schon zwanzig Personen zuvor zu erheben? Waren sogar die fünf bei mir noch drei zu viel&#8230;<br />
Ich hatte mit meinem Platz mehr oder weniger Glück – wir waren nur zu zweit auf einer Dreierbank und auch noch am jeweils anderen Ende. Pech hatte ich allerdings insofern, dass ich die Gangseite erwischte. Typisch, entweder habe ich den Flügel vor der Schnauze oder sitze am Gang. Jedenfalls waren auch die Nachbarn in unmittelbarer Sicht- und Hörweite ertragbar.<br />
Beim Aufsteigen, das übrigens ziemlich lange gedauert hat, ist mir aufgefallen, dass meine Ohrstöpsel absolut luftdicht sind. Das hatte den unangenehmen Nebeneffekt, dass in meinem Mittelohr Überdruck herrschte, den ich natürlich immer wieder ablassen musste.<br />
Die Lüfte hatten wir kaum gestürmt, übervorteilte uns die Bordbesatzung schon mit günstigen Speise- und Getränkeangeboten. Ich nützte die Gelegenheit lediglich, um mich über die nicht metrischen Angaben auf den Informationsbildschirmen zu beschweren. Die Antwort darauf war, dass das Flugzeug, eine Boing 737-700, brandneu wäre und die Anwendungen erst übersetzt werden müssten.<br />
Obwohl die Lächerlichkeit dieses Argumentes wohl offensichtlich sein dürfte, werde ich hier näher darauf eingehen. Die 737-700 gibt’s seit Ewigkeiten (Rollout &#8216;96), da wurden höchstens so Details wie ebenjene Informationsflachbildschirme hinzugefügt und selbst die sahen aus, als entstammten sie dem letzten Jahrhundert. Die Übersetzung würde zudem nur sehr wenig Zeit benötigen, außer die sind echt so dämlich und verwenden Fahrenheit in den Bordsystemen. Bei Fuß lasse ich es mir ja noch einreden.</p>
<p>Trotzdem wäre es eine Sache von Minuten, Fuß in Meter umzurechnen. Nebenbei möchte ich anmerken, dass</p>
<ol>
<li> die Verwendung nicht metrischer Einheiten in „traditionsbewussten“ Spezialgebieten eine Sauerei ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verwendung von „Fuß“, „Meilen“, „Seemeilen“ und „Knoten“ oder gar „Pfund“ (englisches Pfund, für die Schubkraft) anstelle von Metern, Kilometern, Kilometern pro Stunde und Tonnen irgendwelche anderen Vorteile bietet, als dass sich die Alteingesessen darunter bisweilen mehr vorstellen können.</li>
<li>die USA, obwohl faschistische Diktatur, sich bislang standhaft weigert, auf das metrische System umzustellen. Es gibt nur drei Staaten, die sich dem verweigern: Myanmar, Liberia und genannte nordamerikanische Diktatur.<br />
Zitat aus der Wikipedia [26.08.2008, 19:09]:<br />
Nur die USA sowie Myanmar und Liberia haben es noch nicht verbindlich eingeführt, wobei es jedoch in der Praxis von den beiden letztgenannten genutzt wird.</li>
<li>die parallele Verwendung metrischer und nicht metrischer Systeme bereits wiederholt zu Unfällen geführt hat – unter anderem zum Verlust des Mars Climate Orbiter, bei dem das Navigationssystem des anliefernden Unternehmen Lockheed Martin in Pfund pro Sekunde und die NASA in Newton pro Sekunde gerechnet hat. Die Sonde hat dadurch um Faktor 4,45 zu große Kurskorrekturen vorgenommen und ist im Marsorbit verglüht.
<p>http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Climate_Orbiter#Verlust</li>
<li>sogar Großbritannien offiziell auf das metrische System umgestellt hat – 2005.</li>
<li>die Einführung des metrischen Systems gute wirtschaftliche und wissenschaftliche Gründe hatte. Warum ausgerechnet die angeblich so fortschrittliche Wirtschaftsmacht USA mit völlig veralteten Systemen arbeiten, ist mir daher absolut schleierhaft.</li>
</ol>
<p>Egal, beim Absteigen jedenfalls konnte ich auf das umgekehrte Prozedere vom Aufsteigen verzichten, mir war es ganz recht, dass mir die Ohren nicht wie vom Fahren mit der Seilbahn am Goldeck gewohnt ständig zufielen.<br />
Die erste Überraschung am Flughafen Hamburg war, dass dieser eine praktisch noch bescheidenere Anbindung besaß als KLU. Wie dass? Die Pläne waren unlesbar, ich konnte ihnen nicht entnehmen, wo und ob überhaupt es denn eine U-Bahn in unmittelbarer Nähe gibt. Egal, mit meinem Orientierungssinn machte ich mich auf den Weg zu einer anderen Station, die geschätzte zwei Kilometer entfernt lag und, als ob das noch nicht genug wäre, gerade durch Schienenersatzverkehr bedient wurde, weil man mal wieder baute.<br />
Der Marsch zum Haus der Burschenschaft Germania Königsberg versetzte mich regelrecht in Staunen – Hamburg ist tatsächlich eine ziemlich schöne Stadt; bei der nächsten Gelegenheit werde ich mich dort oben wohl mal ein paar Tage lang umsehen. Am Haus genannter Verbindung empfing man mich freundlich und zeigte mir sogleich mein Quartier. Aus dem anschließenden Höflichkeitsbier wurden mehrere (ich schätze so um die fünf oder sechs), die ich mit Mineral und Sprite abzulöschen versuchte. Dennoch, Jever, ein meinem Geschmack nach köstlich schmeckendes Dunkelbier, beschwor prompt die Nebel des Alkohols, die mich vermutlich wirr reden ließen. Genau weiß ich es nicht und will ich es eigentlich auch nicht wissen. Nach einer Führung durch das Haus begab ich mich schließlich zu Bette, mit der Befürchtung, am nächsten Tag nicht zum Zug zu kommen.<br />
Glücklicherweise stellte sich diese Annahme als nicht komplett richtig heraus. Eine Tortur wurde es trotzdem, denn ich musste mich zwar nicht übergeben (dies hatte ich vor dem Einschlafen schon freiwillig versucht&#8230;), aber der Kater war grausam. So angeschlagen kämpfte ich mich mit meinen geschätzten fünfzig Kilogramm Gepäck zum Bahnhof Hamburg Dammtor, von dem aus ich die Straßenbahn nehmen wollte; schlussendlich war ich aber sowohl zu geizig als auch zu feige und ging zu Fuß zum Hauptbahnhof, nur um dort festzustellen, dass mein Zug sowieso in Dammtor hielt. Den Kater bekämpfte ich zwischenzeitlich mit Fraß von McDonalds, wie gewohnt ausschließlich mit Hühnerfleisch. Diesmal probierte ich den McChicken deluxe, denn es in normalen McDo-Filialen ja gar nicht gibt. Schmeckte überzeugend, ist mir dann aber doch zu teuer, zumal ich die dicke Mayonnaiseschicht am normalen McChicken ganz gerne mag&#8230;<br />
Die Bekämpfung scheint funktioniert zu haben, denn bei der Ankunft in Dagebüll Mole war ich, auch dank anständigem Schlaf zwischendurch, fast vollständig ausgenüchtert, den restlichen Alkohol trieb mir wohl der Meereswind aus.<br />
Die Überfahrt auf der Fähre genoß ich in vollen Zügen, die Kombination aus gutem, lauem Wind und Sonnenschein ist eine herrliche Kombination, die mich sofort an meine Heimat, die Berge, erinnerte.<br />
Die Ankunft auf Amrum war von Komfort geprägt – Fiete holte mich mit dem Transporter praktisch direkt vor der Landungsbrücke ab. Uns begleitete Ulrike, die Küchenchefi von Ban Horn.<br />
Dort angelangt führte mich Fiete in mein Zimmer – eines der Zimmer, das normalerweise Lehrer belegten und so nebenbei das einzige mit eigener Dusche. Danke nochmals, Fiete. ;)<br />
Was danach passierte, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr in chronologischer Reihenfolge – es war einfach zu viel los. Ich glaube aber, dass er am Abend einen Bernsteinkurs abgehalten hat und wir vorher am Strand waren – der mich hellauf begeistert hat. An jenem Tag lief auch der „Sandstrahler“, ein bodennaher Wind, der Sandkörner in hohem Tempo den Strand entlangzieht. Gleichsam ein natürlicher Windkanal. Schon auf trockenen Füßen seltsam piecksend, entwickelte er sich nach einem kurzen Fußbad fast zur Quälerei, weshalb wir schnell wieder ins Wasser flüchteten, das eine angenehme Temperatur hatte.<br />
Zu meinem Leidwesen ist das Betreten der Dünen aus guten Gründen verboten. Richtig, schlechte Gründe hätten mich nicht geschert, ich halte mich zumindest für ein denkendes Lebewesen, dass sich nur durch Argumente überzeugen lässt. Dafür durfte man von den Hagebutensträuchern essen, deren Früchte alle gerade reif waren. Sie werden übrigens unter anderem vom Personal von Amrum zu Marmelade verarbeitet, um sich ein Taschengeld zu verdienen. Wie sie schmeckt, werde ich wohl mit meinen Eltern in den nächsten Tagen erkunden.<br />
Die nächsten Tage bargen vielschichtige Beschäftigungen, von einfachen Zimmerkontrollen, bei denen ich mich als viel zu pingelig herausstellte, über die Reinigung eines verstopften Abflußes bis zum täglichen Abholen der Reste der örtlich Bäckerei (Kuchen &amp; Brötchen für lau – <span style="text-decoration: line-through;">lecker</span> g&#8217;schmackig!) war alles dabei.<br />
Diese Tätigkeiten bezogen sich aber mehrheitlich auf dem Vormittag, da die neue Heimleiterin Fiete netterweise erlaubte, vor zu arbeiten und in dieser Woche mehr oder weniger nur halbtags zu arbeiten. So richtig klappte das zwar fast nie, aber auch die Beschäftigung am Vormittag war immer wieder interessant – da konnte ich richtig verstehen, warum man sich auch für den Zivildienst entscheiden kann, zumal der in Deutschland gleich lang wie der Wehrdienst dauert.<br />
Apropos Wehrdienst, eine weitere Tätigkeit, die Fiete und ich mit Leidenschaft betrieben haben, war  das Aufstellen und „Warten“ der Katzenfalle, mit der wir unter anderem einen Igel (ja, der gleiche&#8230;) und zwei kleine rote Wildkatzen gefangen haben. Natürlich haben wir die Kätzchen mit den süßen, großen Kulleraugen und dem feurigen roten Fell nicht getötet. Wir haben sie nur in den alten Hühnerstall gesperrt, nachdem wir ihn entsprechend vorbereitet hatten, das Ding hat nämlich klugerweise ein Doppeltürensystem. Während das bei der ersten Katze ja noch ganz lustig war, weil die sich erst aus dem Käfig bewegte, als er senkrecht stand und ich von oben hineinschaute, verging zumindest mir der Spaß bei der zweiten Katze. Die Katze mit den Stiefeln erwies sich nämlich als äußerst kämpferisch – die kam aus dem Käfig, rannte in den Hühnerstall, merkte, dass es dort nicht weitergeht und kam zurück, um mit voller Wucht gegen die Holztür zu springen und mit wilder Kraft zu versuchen, den Spalt zu vergrößern&#8230; Ich habe sie notgedrungen brutal heruntergerissen und in den Hühnerstall zurückgeschleudert, wo sie sogleich dreimal gegen die Fensterscheibe sprang, wohl in der Hoffnung, es möge zerbrechen&#8230; Bei einem nochmaligen Besuch im Hühnerstall biss sie mich in die Daumenwurzel der linken Hand und zerkratzte mir den rechten Unterarm. Bei meinem letzten Besuch hatte sie den Widerstand aufgegeben und hockte eng an ihre Schwester gekuschelt in der Ecke und beide schauten mich mit ihren großen Kulleraugen an – süß!<br />
Was das jetzt alles mit dem Wehrdienst zu tun hat? Tja, noch am selben Nachmittag ist der Bäcker gekommen und hat die beiden erschossen. Und die Moral von der Geschichte? Zivis töten nicht, aber sie machen es für die Soldaten erheblich leichter.<br />
Am Nachmittag gingen wir dann mehrheitlich unseren eigenen Beschäftigungen nach, was die Wartung des Weltnetzverteilerknotens am Dach des Schullandheimes, Drachenfliegen („Powerkiting“) am Strand als auch einen inselumfassenden Radausflug beinhaltete. Lediglich einmal musste ich mich für ein paar Stunden selbst beschäftigen, was mir leichter fiel als befürchtet. Die Umrundung der Nordspitze von Amrum stellte sich nämlich als wesentlich langwierigeres Unterfangen heraus, als geahnt. Ähnlich dem Effekt in den Bergen, dass der Gipfel immer viel näher scheint, als er wirklich ist, wollte die Spitze einfach nicht nahe kommen, zumal man sich nur am Strand aufhalten darf – das dazwischen ist Vogelschutzgebiet und darf nicht betreten werden.<br />
Dank der erwähnten allabendlichen Versorgung durch den Bäcker, der schmackhaften Küche (der fürs Personal :D ) und regelmäßigen Einkäufen in der Stadt zur Schokoladenversorgung fiel ich auch nicht vom Fleisch. Der kulinarischen Höhepunkte war aber der Besuch des Teehauses, in dem ich eine Palatschinke mit Camembert mit Preiselbeeren verspeiste – Pfannkuchen sind die kulinarische Spezialität des Hauses. Begeistert hat mich auch der Tee, auch wenn ich mich leider nicht mehr an den Namen erinnern kann.<br />
Mit einer kleinen Teesammlung hat mich auch Natalie, die junge und erst kürzlich auf Ban Horn beschäftigte Hauswirtschaftsleitering, beeindruckt, genau wie mit ihren charmanten Wortgefechten mit Fiete. Mir lag mehrmals auf der Zunge: „Was sich liebt, das neckt sich.“. Aber was geht mich das an, ich bin viel zu neugierig&#8230;<br />
Den abschließenden Höhepunkt bildete die Wattwanderung, geführt durch Ornithologen Matze. Das herrlich schmatzenden Geräusch des Watts würde ich gerne mal wieder fühlen. Ich hoffe auch, dass sich Matze einmal dazu entscheidet, die Vogelarten der Alpen aus der Nähe zu betrachten – dann nehme ich ihn im Gegenzug auch mit zum Bergsteigen.<br />
Zur Insel bleibt mir nur zu sagen: Ich mag wieder hin.</p>
<p>Nach einem vergleichsweise eiligen Abschied (Jaja, der Montag ^^) ging es wieder auf die Fähre, auf der ich das diesmal nicht so tolle Wetter mied und mich der Schaffung einer Klasse des Projektes Medicus widmete und nebenbei ein Matjesfilet mit Ofenerdäpfel und Sauerrahmsauce genoß. Die Zugfahrt nach Hamburg und weiter nach Leipzig lässt sich mit einem Wort beschreiben: Langweilig. Bis auf die für die deutsche Bahn scheinbar übliche Verspätung gab&#8217; es keine besonderen Vorfälle.<br />
Haarig wurde die Sache dann in Leipzig. Statt wie gedacht um 19:15 Uhr traf ich erst um ca. 20:00 Uhr bei der Wohnung ein, da ich vergessen hatte, mich zuvor auf Google Maps (verdammte Abhängigkeit) schlau zu machen, die Straßenbahnkarten dafür zu abstrakt waren und eine Besonderheit der Straße mir auch nicht grade behilflich war. Die Straße geht heißt nämlich zuerst anders und verzweigt sich dann.</p>
<p>Schlussendlich half mir nur der Stadtplan, den mir die Messe glücklicherweise mit meiner Fachbesucherkarte zuschickte. Mit einigen Anläufen und mehreren hundert Metern Fehlweg klappte es schließlich doch und ich wurde vom Hausmeister herzlich empfangen. Der sympathische Mann zeigte mir die ganze Wohnung und ging mit mir die Inventarliste durch, bevor ich den Vertrag unterzeichnete. Sollte da nicht noch etwas kommen, so danke ich an dieser Stelle der Pro-Leipzig, dass mir offensichtlich als Entgegenkommen für die Mieterhöhung (um drei Euro), die zwischen meiner Reservierung und der eigentlichen Bezahlung stattgefunden hatte, die Endreinigungsgebühr (immerhin zehn Euro) erlassen wurde. Da komme ich doch gerne wieder&#8230;<br />
Zwei Querstraßen weiter fand ich kleines Lokal, dass von italienisch über griechisch bis türkisch praktisch alle gängigen Speisen anbot. Die gewählte Lasagne war zwar nicht die erhoffte Geschmacksbombe, aber auch nicht schlecht. Dennoch, merke: Eier vom Nachbarn schmecken sicher auch in der Lasagne besser als die Eier aus der Fabrik. Danach ging es ab ins Bett, schließlich wollte ich Tom (CaptProton) am nächsten Morgen vom Bahnhof abholen.<br />
So geschah es auch und wir begaben uns direkt zur Messe. Dort holten wir unsere Ausweise ab und begaben uns in die praktisch leeren Hallen. Laut Messe waren lediglich 1 200 Fachbesucher anwesend, was wohl bedeutet, dass die Zahl der Mitarbeiter der Messe und an den Ständen bedeutend größer waren. Die Tatsache, dass es meist nur jene Standmitarbeiter waren, die an den Rechnern und Konsolen spielten, scheint das zu bestätigen. Selbst Publikumsmagneten wie Far Cry 2 waren bestenfalls gut besucht; es war kein Problem, auch selbst zu zocken – beliebig lang. Bis auf die EA-Pressekonferenz, die unmittelbar um neun Uhr stattfand fand man auch kaum mehr als zehn, zwanzig Personen auf einem Fleck, die Pressekonferenz von Deepsilver zu X3: Terran Conflict und die zu Risen waren praktisch leer; dementsprechend dürften Station-Network.de die einzigen sein, die die 35 minütige Pressekonferenz zu X3: TC anbieten können.<br />
Dass der Presseausweis nochmal besser ist als der Fachbesucherausweis zeigte sich an diesem Tag lediglich am Stand von Fallout 3, in den zumindest zeitweise nur Journalisten kamen. Vielleicht nächstes Jahr.<br />
Bedingt durch den geringen Druck hatten Tom und ich die Messen größtenteils in einem Tag abgearbeitet und so begaben wir uns um etwa 16:30 nach Hause, wo wir unsere Sachen ablegten. Danach gingen wir ins Kino, was sich als absoluter Glückstreffer herausstellte, weil an eben jenem Abend die Vorpremiere von Batman – The Dark Knight lief; unterbrechungsfrei und mit einem Gratisbier. Damit wäre auch die Behauptung des IFPI wiederlegt, wer sich eine illegale Kopie ziehe, würde sich den Film nicht im Kino ansehen. Ich möchte ihn sogar noch einmal sehen, und zwar auf Englisch. Der nächste Tag zog sich hin, das Mittagessen blieb mir allerdings als kulinarisches Erlebnis in Erinnerung; wir speisten im Selbstbedienungsrestaurant Hühnchenbrust auf Erdäpfelcretin ([KRÄTNN])  und Brokkoli mit Weißweinsauce.</p>
<p>Außerdem erwähnenswert ist, dass wir beide jeweils für sich das Crysis Warhead Demolevel vollständig durchgezockt haben – ich für meinen Teil auf Schwierigkeitsgrad „Delta“ &#8211; ergo ist das Spiel viel zu leicht, ich darf außer „Leicht“ eigentlich nichts schaffen (habe Crysis auch auf Delta durchgezockt&#8230;). Das Ganze ohne zeitlichen oder moralischen Druck – hinter uns wartete keine Schlangen. Nach dem Demolevel widmete ich mich dem Spiel mit dem Flammenwerfer in Far Cry 2, da Tom etwas länger brauchte – jaja, die (ehemaligen) Soldaten. *tststs*</p>
<p>Das Beste daran war, dass keine zehn Meter weiter bereits am Donnerstag eine lange Schlange vor einem Stand darauf wartete, Far Cry 2 anzuspielen, zusätzlich zu der am Far Cry eigenen Stand. Das änderte sich auch am Freitag und Samstag nicht, als die Schlange vor den genannten anderen Ständen *wirklich* lange wurden – genial! Leider interessierten sich unsere Besucher entweder nicht dafür oder waren jeweils um wenige Wochen zu jung dafür.</p>
<p>Am Freitag dann kam BigMag (er wird sicher wollen, dass ich seinen richtigen Namen nicht erwähne) direkt am Bahnhof Messe an, was dazu führte, dass er auf Tom und mich warten musste, da wir es mittlerweile gemütlicher angingen. Problem war es dennoch keines, weil BigMag eine genaue Liste der Stände mit ihren Koordinaten hatte, die er sich ansehen wollte. So hatten wir schon zu Mittag alles halbwegs interessante abgegrast und BigMag wurde durch die Erfahrung, dass Star Wars – The Force Unleashed nur für die Wii (oder zumindest nur für Konsolen, nicht für den Rechner) erscheint, nicht grade aufgemuntert.</p>
<p>Beim Mittagessen merkten Cap und ich, dass die Portionen seit Mittwoch irgendwie geschrumpft waren und so beschlossen wir, unser /richtiges/ Mittagessen in der Stadt einzunehmen. So verliesen wir schon um 14:00 die Messe und begaben uns in die Innenstadt, in der sich die Suche nach einem passenden Lokal vorerst als schwierig gestaltete. Schlussendlich konnten wir unseren Hunger aber im Pepper House zur vollsten Zufriedenheit stillen – ich hatte ein Pfandl mit allen möglichen Variationen gebratenen toten Tieres. Vom Nachtisch, der „Leipziger Lerche“, riet mir das Fräulein selbst ab – es sei fade.</p>
<p>Nach einem abschließenden Eis im Bahnhof entließ ich Tom und BigMag in den Zug nach Hamburg. Den Abend verbrachte ich mit Nachlesen im Forum und einer Kritik und Ermahnung von DSE wegen unerlaubter Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials. Dies dauerte so lange, dass ich letztlich erst um 14:00 Uhr morgens ins Bett kam und mich außer Standes sah, Sven (Samuel Creshal) um sechs vom Bahnhof abzuholen, geschweige denn DSE um 4:45. So trafen bzw. suchten wir uns kurz nach neun in der zentralen Messehalle.</p>
<p>Ohne richtigen Plan begaben wir uns zuerst in die Halle drei – die „klassische“ Halle, weil sich in ihr wirklich alles um die Spiele selbst dreht und dort die Stände von Electronic Arts, Deepsilver und einigen anderen stehen – die zwei namentlich genannten fallen mir jedoch deswegen sofort wieder ein, weil EA den gleichen Aufbau wie im letzten Jahr benutzt und Deepsilver den von Jowood im letzten Jahr. Eher weniger zielstrebig wanderten wir durch die Halle, bis Sven den Wunsch äußerte, Starcraft 2 anzuspielen, dass sich in Halle fünf befand. Dort standen wir also&#8230; Schätzungsweise eine Stunde oder mehr, schön abgestuft in Viertelstundenschritten. Svens Kommentar zu Starcraft 2: Starcraft 1 mit deutlich besserer Grafik. Aja, dass hat sich dann also gelohnt&#8230; Zumal ich (freiwillig) nicht mal zockte, weil mir das Spiel nichts bedeutet.</p>
<p>Ein anschließender Streifzug durch Halle vier führt unter anderem mehrmals an Rapidshare-Damen vorbei, die uns freundlicherweise immer neue Werbegeschenke in Form von Premium-Konten gaben – ich schätze, es sind Zwei-Tages-Konten. Da mir Creshal seine Karten großzügigerweise überlies, komme ich nun auf stolze sechs dieser wertvollen Stücke, die ich bei Gelegenheit einlösen werde. Mir schwant allerdings Böses: Möglicherweise laufen sie mit Messeende aus und starten nicht, wie ich es hoffe, erst beim Einlösen.</p>
<p>Auf Grund der Allerweltsgesichter der drei Herren (zu Sven und DSE kam noch Mobius, der auf STN nicht aktiv ist und mir daher de facto unbekannt) verlor ich sie immer wieder aus den Augen, schlussendlich fanden wir uns aber zum gemeinsamen „Mittagessen“ wieder. Selbiges bestand aus einer mageren Bratwurst und einer Semmel für Zweifünfzig, in der Stadt bekommt man das überall um Einsfünfzig – Abzocker!</p>
<p>Da auch die Herren nicht viel mehr zu besuchen wussten, verliesen wir an die Messe gar schon um 13:30, was sich als durchaus problematisch herausstellte, weil Svens Zug erst um 17:45 ging und der  von DSE und Mobius gar erst um etwa zehn Uhr abends. So beschlossen wir, bei McDo Kraft zu tanken und saßen mehrere Stunden in der Bahnhofshalle und laberten über Waffen und die Gebirgsfestung Schweiz, da DSE und Mobius aus der Schweiz kommen.</p>
<p>Nachdem Sven seine zehnstündige Heimreise angetreten hatte, begaben sich DSE, Mobius und ich ins Kino, um uns „Leg dich nicht mit Zohan an“ anzusehen. Es war eine gute Entscheidung gewesen, den der Film entpuppte sich als echter Brüller – sehr spitz, aber meiner Meinung nach wurde der Bogen nie überspannt, auch wenn einige Szenen die Grenze zum Makaberen touchierten.<br />
Nach dem Film verabschiedete ich mich Richtung Wohnung, wo ich erfolglos versuchte, eine Verbindung ins Internet aufzubauen – der Funkwolkenknoten war verschwunden. So blieb mir nur das Fernsehen, in dem ich unter anderem eine äußerst interessante Dokumentation über drei vor der Küste Cornwalls liegenden Wracks deutscher U-Boote aus dem zweiten Weltkrieg sah.</p>
<p>Am nächsten Tag erwachte ich bibbernd schon um sieben Uhr, obwohl ich die Fenster nur gekippt hatte. Bis ca. halb neun bibberte ich vor mich hin, bis ich mich schließlich dazu durchrang, aufzustehen und mit dem Zusammenräumen zu beginnen. Mitten im schönsten Putzen rief mich dann meine Mutter an und fragte, wann ich denn kommen würde. So merkte ich erst, dass sich „22:12“ auf die Ankunft am Hauptbahnhof in Salzburg bezog, nicht auf Spittal an der Drau. Dummerweise geht der nächste Anschlusszug erst um 13:36 morgens (in dem ich gerade diese Zeile tippe) und kommt irgendwann um 16:30 morgens in Spittal / Drau an, sodass ich dafür einen meiner Elternteile aus dem Bett jagen müsste. Daraufhin wolle Frau Mutter, dass ich entweder den Zug um 00:16 mittags oder um 01:11 mittags nehme – mein Zug geht ja erst um 03:11 nachmittags. Als ich dann um 23:30 mittags am Bahnhof stehe, ärgere ich mich zuerst mit den Automaten und dann der Warteschlange vor der Fahrkartenverkaufsstelle herum, nur um zu erfahren, was ich eh die längste Zeit schon befürchtet habe: Beide Züge sind hoffnungslos ausgebucht.</p>
<p>Ergo darf ich von 0:00 mittags bis 03:11 nachmittags warten. Zuallererst genehmige ich mir daher ein Frühstück bei Subways – einer tollen Fastfood-Kette, die in Östtereich leider schwer zu finden ist. Danach versuche ich es in einem Bücherladen, aber weder führt er das Buch, dass ich seit längerem suche, noch bietet er Sitzgelegenheiten außerhalb des Cafés, in dem außerdem alle Tische belegt sind. Da bleibt mir nur eine gemütliche Bank auf Bahnsteig sieben, wo ich irgendwie die nächsten Stunden herumgebracht habe.<br />
Als wäre das nicht genug, habe ich mir nächtens außerdem einen kräftigen Schnupfen eingefangen, so dass meine Befürchtung, zu wenige Taschentücher eingepackt zu haben, sich voll und ganz zu bewahrheiten droht. Ich versuche die einzelnen Tücher so gut es geht zu nutzen, aber das wird knapp. Weil diese eine Manie kaum jemand von euch von mir kennen wird: Ich bin Taschentuchfanatiker, normalerweise enthält jedes Gepäckstück mindestens eine Packung, der große Rucksack gar bis zu fünf, je nach Reiselänge. Diesesmal habe ich aber das Nachfüllen vergessen und  in meiner aktuellen Hose befand sich nur eine Packung mit der halben möglichen Anzahl an Papiertaschentüchern (die komplizierte Formulierung verhindert, dass ich als Optimist oder Pessimist enttarnt werde). Eine Katastrophe&#8230; Glücklicherweise befand sich im großen Rucksack noch eine und auch in meinem kleinen hatte ich selbstverständlich noch eine untergebracht – schließlich muss der auch sonst öfter als Reservelager herhalten. Aber ausgerechnet auf der Heimreise wird es knapp&#8230; Die Nase läuft schneller, als ich Flüssigkeit nachkippen kann.<br />
Im ICE geht’s dann blitzeschnelle langsam nach München, wo ich auf einen IC umsteige – ich hatte die ganze Zeit in der Annahme verbracht, auch von München nach Salzburg ginge ein ICE. Die Reise im IC war jedenfalls interessant, möglicherweise werde ich auch einfach schizophren. Zumindest schien mich ein Mann, der mir diagonal gegenüber saß, ständig zu beobachten und sogar zu versuchen, mich zu animieren. Z.B. als ich mit der leeren Fanta-Flasche spielte, entwickelte er eine neue Variation, die ich beinahe kopiert hätte. Zudem wich er meinen Blicken ständig aus und, als ich zum Telefonieren in den Bereich am Ende des Wagons ging, folgte er mir, ging einen Wagon weiter und drehte sich um, um mich zu beobachten. Alsbald ich zu meinem Platz zurückkehrte, fand auch er sich seltsamerweise wieder ein. Die folgende halbe Stunde war geprägt von gegenseitigem Belauern, bis er sich schlussendlich dazu entschloss, an das mir zugewandte Ende des Großraumwagons zu ziehen, so dass ich nur noch seine Glatze wahrnahm. Um sicherzustellen, dass ich nicht schizophren bin, bereitete ich daraufhin meine Handykamera vor, um ein Bild von eben jenem Mann zu schießen – dummerweise verfüge ich über keine Möglichkeit, das Bild auf den Rechner zu überspielen.<br />
Die Krönung des Ganzen war aber, als er mich ansprach (slawischer Akzent), ob er sich mein Mobiltelefon ausleihen könnte, um jemanden von seiner Verspätung zu informieren – ich reagierte darauf mit einem: „Muss ich mir erst überlegen“. Glücklicherweise fand er offensichtlich einen anderen Trottel, denn er unterhielt sich augenscheinlich mit einem jungen Mann in meinem Sichtfeld über das gleiche „Thema“, jedenfalls hat er mich nicht mehr angesprochen.<br />
In Salzburg angekommen begab ich mich in den Warteraum, wo ich sogleich mit diesem Text begann. Beinahe wäre auch der Akkuwechsel genau mit dem Eintreffen des Zuges zusammengetroffen, sie verfehlten sich nur um rund fünfzehn Minuten. Und hiermit schließe ich meinen Reisebericht zur Deutschlandrundreise 2008 um Punkt 14:30 morgens.</p>
<p>Oder auch nicht. Es ist 16:27 morgens und ich sitze am Hauptbahnhof Villach. Villach? Wieso Villach? Wolltest du nicht nach Spittal?<br />
Tja, die Frage hab&#8217; ich mir und dem Schaffner auch schon gestellt. Die Antwort des Schaffners: „Der Zug hielt heute nicht in Spittal, aber in Badgastein. Er hat aber auch schon in Spittal gehalten&#8230;“ . Dummerweise habe ich meinen Wunsch nämlich nicht dem Schaffner mitgeteilt und bin eingeschlafen, sodass ich die Durchfahrt durch Spittal glatt verpasst habe, in Erwartung, dass ich erst nach vier in Spittal ankommen würde. Ein regelrechtes Informationswirrwar, gepaart mit der Unfähigkeit der Bahn. Jetzt warte ich auf den Zug um 17:28 morgens, obwohl ich meinen Eltern gesagt habe, ich käme mit dem um 18:11 morgens. Schuld daran ist die dämlich Anzeige in der Halle, die diesen Zug aus unerfindlichen Gründen verschweigt, lediglich das gute alte gedruckte Plakat gibt diese Auskunft. Meine Eltern möchte ich jetzt aber nicht nochmal wecken, stattdessen werde ich wohl in Spittal eine heiße Schokolade trinken und mich daran erfreuen, dass es mir so gut geht, hier sitzen zu können und mich auf einem Laptop darüber beschweren zu können, dass ich ein paar Stunden später oder früher als geplant dorthin komme, wo ich will – wenn man keine anderen Sorgen hat, geht es einem meines Erachtens sehr gut.</p>
<p>16:55 morgens – mal sehen, was mir im Laufe des Tages noch so alles einfällt&#8230;</p>
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